Fun & Outdoor Sport II

Fun- & Outdoor Sportarten in den USA Teil 2 (Reiten und Kanufahren)

4. Horseback Riding

Die USA ganz klassisch auf dem Rücken eines Pferdes zu entdecken ist ein Muss für alle Westernfans! Auf gutmütigen Westernpferden durch das weite Land zu reiten ist ein unglaubliches Gefühl von Freiheit und Abenteuer zugleich. Auch Anfänger sollten sich daher einmal mutig in den Sattel schwingen. Veranstalter für geführte Ausritte gibt es zahlreich, entweder in traditionellen Indianerreservaten, in Nationalparks oder in der Nähe von Städten. Angebote gibt es für jedermann – von einstündigen Ausritten bis zu mehrtägigen Touren, die auch Trail Rides oder Pack Trips in den USA genannt werden. Wer aber einmal das Cowboydasein hautnah miterleben möchte, der sollte gleich mehrere Tage auf einer echten Ranch verbringen. Bei einem solchen Ranchaufenthalt kommt man nicht nur zum Reiten der Pferde, man kann auch bei der Farmarbeit so richtig mit anpacken.

Die besten Tipps für das ultimative Western-Abenteuer:

Ranchaufenthalte: Es gibt viele unterschiedliche Rancharten in Amerika. Viele Guest Ranches nehmen Touristen auf und bieten Ausflüge mit dem Pferd an. Ein intensiveres Erlebnis bieten die Working Ranches. Hier kann man richtig mitarbeiten. Beispielsweise wird für die Cattle Drives (Viehtrieb) im Frühjahr und Herbst immer wieder Personal gesucht. Hierfür sollte man jedoch ausreichend Reiterfahrung und Ausdauer mitbringen, da man bis zu acht Stunden täglich im Sattel sitzt.

Monument Valley, Arizona: Das Monument Valley ist aus zahlreichen Wildwestfilmen bekannt und gehört zu den spektakulärsten Landschaften Amerikas. Es liegt im Navajo-Reservat, direkt an der Grenze zu Utah. In die abgelegenen Teile gelangt man nur per Jeep oder eben hoch zu Ross. Auf Reittouren wird man von den Navajos zu besonders spektakulären Aussichtspunkten geführt. Oft bekommt man dabei die Gelegenheit, die Navajofamilien kennenzulernen und einen Hogan (Lehmhütte) zu besichtigen. Der Reitstall Ed Black Stables ist nicht zu verfehlen. Ein besonderes Abenteuer sind die mehrtägigen Touren für kleine Gruppen und das Übernachten in Zelten tief im Navajo-Reservat. http://blacksmonumentvalleytours.com/horsetour.html

Big Bend Nationalpark, Texas: Kaum ein anderer Staat eignet sich für einen Ausritt im Cowboy –Stil besser als Texas. Der Reitstall Lajitas Stables liegt in der Nähe des Big Bend Nationalparks in West Texas. Von hier aus finden ein- oder mehrstündige Ausritte durch ein gigantisches felsiges Wüstengebiet statt. Gerade im Frühjahr, wenn die farbenprächtigen Wüstenblumen und Kakteen blühen, ist es dort besonders schön. Die Ausritte sollte man bereits am Vortag reservieren. http://www.lajitasstables.com/bigbend.htm

Sawtooth Mountains, Idaho: In der herrlichen Bergwelt der Sawtooth Mountains in Idaho kann man im Sommer Trail Rides und mehrtägige Pack Trips miterleben. Angeboten werden diese von den vielen Guest Ranches in der Nähe. Gemeinsam mit dem Wolf Education & Research Center bietet Mile High Outfitters in Challis ein spannendes fünftägiges Wildnisabenteuer an. Nachdem man per Flugzeug zum Basiscamp am Basin Creek gelangt ist, geht es von hier aus drei Tage hoch zu Ross durch die unberührte Wildnis. Wenn man Glück hat, trifft man sogar auf Wölfe, Bären und Berglöwen! http://www.visitidaho.org/horseback-riding/

Grand Teton Nationalpark, Wyoming: Das weite Tal des Jackson Hole und die hohen Berge der Teton Range bieten eine einzigartige Kulisse für ausschweifende Reittouren. Der Nationalpark grenzt südlich an den Yellowstone an und umfasst die schönsten Regionen der Rockies. In Colter Bay und bei der Jackson Lake Lodge befinden sich Reitställe. Manche Veranstalter bieten auch mehrtägige Pack Trips in die Teton Wilderness an. Nicht nur die abwechslungsreiche Berg-, Fluss- und Seenlandschaft ist ein Besuch wert. Im Colter Bay Indian Arts Museum kann man noch die alten Indianerkulturen des Nordwestens hautnah miterleben. http://www.nps.gov/grte/index.htm

5. Kanu- und Kajakfahren

Gerade in den zahlreichen Nationalparks der USA gibt es schöne Seenlandschaften, die zum Kanu- oder Kajakfahren einladen. Für alle, die ein bisschen weniger Nervenkitzel als beim Rafting, aber dennoch ein feucht-fröhliches Outdoorerlebnis suchen, sind ausgedehnte Kanu- oder Kajaktouren die ideale Möglichkeit. Am besten eignen sich die kleineren Seen. Hier kann man ganz entspannt paddeln und nebenbei die amerikanische Tierwelt beobachten. Die großen Seen sollte man meiden, da hier in der Regel auch Motorboote zugelassen sind. Der Nordwesten der USA ist für das Kajak- und Kanufahren eher ausgelegt. Hier gibt es an den Seen der Nationalparks Vermieter von Kanus und Kajaks. Im Süden ist man dagegen eher auf seine eigene Ausrüstung angewiesen.

Die schönsten Gebiete zum Kajak- und Kanufahren:

Nehalem Bay, Oregon: Nehalem Bay ist eine Meeresbucht, die direkt an der Einmündung des Nehalem River in den Pazifik südlich von Manzanita liegt. Angler und Kajakfahrer finden hier eine Bilderbuch-Landschaft vor. Der breite Fluss inmitten einer hügeligen Wiesenlandschaft ist ideal für ausgedehnte Kajaktouren. Die angrenzenden Örtchen Nehalem und Wheeler überzeugen außerdem mit ihrem nostalgischen Charme. http://www.nehalembaykayaking.com/

Admiralty Inlet & San Juan Islands, Washington: Die windgeschützte Bucht Admiralty Inlet bei Port Townsend ist hervorragend geeignet für Erkundungstouren mit dem Seekajak. Im Hafenbereich der Stadt findet man auch Veranstalter, die geführte Touren anbieten und Kajaks vermieten. Es werden nicht nur mehrstündige Touren und Tagestouren angeboten, sondern auch Touren mit Übernachtung. Direkt darüber liegen die San Juan Islands, eine Inselgruppe an der Grenze zu Kanada. Hier kann man wunderschön mit dem Kanu zwischen den hunderten von kleinen Inseln paddeln. Die größten sind San Juan Island, Orcas Island, Shaw Island und Lopez Island, die auch mit der Fähre miteinander verbunden werden. Dieses Gebiet ist außerdem die Heimat von drei Orca-Schulen. Mit etwas Glück kann man die schwarze Finne der Orcas aus dem Wasser ragen sehen. Aber ganz sicher begegnet man hier auf einer Kanutour Gruppen von Robben, die sich auf Felsen in der Sonne aufwärmen. Anbieter von Kanu- und Kajaktouren gibt es auf San Juan Island in Friday Harbour. http://www.ptoutdoors.com/

Glacier Nationalpark, Montana: „Krone des Kontinents“ wird der Glacier Nationalpark auch genannt. Geformt von Gletscherbewegungen ist der Park mit einer betörenden gezackten Kulisse eines der intaktesten Ökosysteme. Mit dem Kanu auf dem Lake Saint Mary kann man in aller Ruhe die einzigartige Landschaft genießen. Vielleicht entdeckt man von hier aus auch in der großen Wildnis Elche, Berglöwen, Dickhornschafe oder sogar Grizzlybären. Der Glacier Nationalpark hat immerhin eine der größten Grizzly-Populationen! http://www.nps.gov/glac/index.htm

Boundary Waters Canoe Area Wilderness (BWCA), Minnesota: Über 1000 Seen durchkreuzen die Kiefernwälder zwischen Minnesota und Ontario. Die BWCA ist das größte Wildnisschutzgebiet der USA östlich der Rocky Mountains. Das Gebiet verfügt über 600 ha kartierte Kanurouten und ist frei von Autos und fast frei von Motorbooten. Hier kann man tagelang paddeln, an den Ufern campen und hervorragend Angeln – ein Paradies für Paddler und Angler. Knapp der Ausrottung entkommen, kann man heute wieder mit etwas Glück einen der rund 3000 Timberwölfe in den Wäldern entdecken. Ein strenges Genehmigungssystem hält die Menschenmassen überschaubar – hier dominiert noch die Tier- und Pflanzenwelt. In Ely kann man sich eine Kanu-Grundausrüstung bei einer Reihe von Anbietern ausleihen. Von hier aus werden auch einwöchige Kanufahrten durch die Tiefen der Kiefernwälder angeboten. http://www.fs.fed.us/visit/destination/boundary-waters-canoe-area-wilderness

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