WWOOFing in den USA

WWOOFing in den USA

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten von West nach Süd entdecken: Mit WWOOF lernst du in den USA das Landleben auf okölogisch ausgerichteten Farmen kennen. Zur Maisernte nach Kalifornien oder doch in den bekannten Cotton Belt im Süden der USA? Kostenlos Urlaub auf dem Bauernhof machen und sogar eigenhändig die Farmarbeit ausprobieren ist dank des internationalen Programms WWOOF USA in mehr als 20 Bundesstaaten möglich.

Wer im Rahmen dieses Work & Travel Aufenthalts die Vereinigten Staaten von Amerika bereist, braucht sich um Unterhaltungskosten und Übernachtungsmöglichkeiten keine Gedanken zu machen: Dein WWOOFing-Arbeitgeber stellt dir Kost und Logis zur Verfügung, dafür packst du auf der Farm kräftig zu. Das Leben auf dem Bauernhof und die abwechslungsreiche Arbeit ist dank der Landesgröße so verschiedenartig wie die USA selbst. Die Produktion reicht dabei von Weizen- und Sojafeldern in den Great Plains über Rinderherden in Texas bis zum Ananasanbau in Hawaii. Dir ist es selbst überlassen, wie lange du dich bei einer Farmfamilie aufhältst und mithilfst. Wenn die Erntearbeiten beendet sind, ziehst du einfach weiter zur nächsten Farm und siehst so ganz nebenbei noch viel vom weiten Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Tipps vor Reiseantritt in die USA

  • Bevor du dich in die USA zur Farmarbeit aufmachst, brauchst du ein Visum. Für internationale WWOOFer kommt ein Touristenvisum oder ein Studentenvisum infrage.
  • Als Nächstes musst du Mitglied bei der Organisation WWOOF USA werden. Das geht am besten online. Mit dem ausgedruckten WWOOF-Ausweis kannst du dann von Farm zu Farm reisen und bei den für dich relevanten Arbeitgebern nach Beschäftigung fragen.
  • Die Mitgliedschaft ist genau ein Jahr gültig und gilt auch für die Regionen Alaska, Hawaii, Puerto Rico und die US Virgin Islands.
  • 18 Jahre ist das Mindestalter, wenn du dich bei WWOOF USA anmeldest.
  • Anders als bei einem regulären Work & Travel Aufenthalt leistest du Freiwilligenarbeit: Beim WOOFing arbeiten für Kost und Logis.

WWOOF in den USA: Was dich erwartet

  • Die Anschriften von mehr als 2054 organischen Farmen oder Bauernhöfen mit nachhaltiger Bewirtschaftung bekommst du zu deinem WWOOF-Ausweis dazu. Da das Angebot an landwirtschaftlichen Betrieben groß ist, kannst du dein Tätigkeitsfeld eingrenzen: Im sonnigen Kalifornien geht es zur Wein- oder Orangenernte, im Süden hilfst du beim Baumwollpflücken mit und im Mittleren Westen werden Soja, Weizen und Mais angebaut. Auch andere Kriterien kannst du berücksichtigen, wie beispielsweise Mehrsprachigkeit oder Aufenthaltsdauer – manchmal ist ein längerer Farmstay erwünscht.
  • Wenn du dir die Liste ansiehst, wirst du erstaunt sein, wie viele Möglichkeiten es bei WWOOF USA gibt: Die Farmen und Bauernhöfe können auf Gemüseanbau oder Orchideengärten spezialisiert sein. Aber genauso gut kannst du auf einer Ranch bei der Viehzucht mithelfen oder auf einem Weinberg arbeiten. Raus in die Natur ist bei all diesen Projekten das Motto.
  • WWOOFing ist stark vom Jahreszeitenrhythmus geprägt, was deine Anreise beeinflussen kann. Wer im Frühling oder Herbst kommt, wird kaum Probleme haben, auf einem Bauernhof in den USA unterzukommen. Denn dann ist man auf deine Hilfe angewiesen: Im Frühling bist du hauptsächlich damit beschäftigt, Blumenbeete und Kräutergärten anzulegen oder bei der Geburt und Aufzucht der Jungtiere zu helfen, während im Herbst das Feld dein Arbeitsplatz ist – da heißt es ernten von früh bis spät. Auch der Sommer ist eine gute Möglichkeit für dich, beispielsweise auf kleinen Obstfarmen und Beerenplantagen zu jobben. Hier hilfst du beim Pflücken und beim Einkochen der Früchte.
  • Probiere doch mal einen „Probetag“ auf der Farm aus. Du hilfst beim Melken der Kühe oder Ausmisten des Stalles mit und bekommst dafür eine warme Mahlzeit serviert. Am Abend ziehst du wieder weiter.
  • Jede Farm hat ihren eigenen Rhythmus, aber in der Regel arbeitest du selten mehr als einen halben Tag, zwischen 4 bis 6 Stunden, 5 Tage die Woche. Während der Erntezeit werden natürlich mehr kräftige Hände zum Anpacken benötigt, sodass du schon mal länger auf dem Feld stehen musst. Die Extraarbeit wird dir dann zwar mit freien Tagen entschädigt, aber auch in solchen Fällen gibt es nicht mal ein kleines Trinkgeld.
  • Es gibt Farmbetriebe, auf denen neben Englisch auch noch andere Fremdsprachen wie Spanisch oder Französisch gesprochen werden. Diejenigen, die wenig oder kein Englisch können, aber es lernen wollen, suchen sich am besten eine Familie, die Deutsch versteht, aber nur auf Englisch kommuniziert. Dieses kulturelle Austauschprogramm ist für beide Seiten höchst profitabel.
  • Erinnerst du dich an „Dallas“, die Fernsehserie über eine texanische Öldynastie? Wenn du ein wenig Südstaatenflair schnuppern willst und eine Pferdefarm oder Rinderranch dein zukünftiger Arbeitsplatz sein soll, dann mach dich auf in Richtung Süden, nach Texas oder Florida, auf. In den Sumpfgebieten der Everglades kannst du dein Glück sogar auf einer Krokodilfarm versuchen.

Organische Landwirtschaft entdecken bei freier Kost und Logis

  • Die Organisation WWOOF USA hat sich das Stichwort „organisch“ auf die Fahnen geschrieben. Seit mehr als 20 Jahren ist das National Organic Programm und damit die Produktion von sowohl organischen als auch pestizidfreien Nahrungsmitteln ohne synthetische Zusätze in den USA im Gange.
  • Selbermachen ist das Motto bei WWOOF USA. Die eigenen Ressourcen zu nutzen steht bei der organischen Landwirtschaft an erster Stelle. So lernst du beispielsweise auf einer Ziegenfarm in Tennessee nicht nur, wie Käse produziert wird, sondern, dass auch Ziegenmilchseife noch besser riecht, wenn man sie mit eigenen Händen hergestellt hat. Die Produkte des Bauernhofes werden dann auf dem nächsten Wochenmarkt beispielsweise als Marmelade oder Lotion verkauft und teilweise nach Europa importiert.
  • Bei WWOOF Hawaii arbeitest du für eine kleine Community, die ökofreundliches Zusammenleben praktiziert. Energie und Strom sparen gehört nur zu einer der Aufgaben der Farmer, die versuchen, auf den insgesamt fünf Inseln vermehrt ihre lokalen Ressourcen zu nutzen. Derzeit werden noch an die 80 Prozent an Gemüse und Obst importiert.
  • Auch die Unterbringung bei deinem Arbeitgeber ist während des WWOOF Aufenthalts in den USA dem Gedanken von Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit angepasst: die Leo Nani Farms in Big Island auf Hawai etwa stellt dir beispielsweise ihren Campground zur Verfügung, wo du dich mit deinem Zelt ausbreiten und inmitten der Natur leben kannst. Du erwachst mit Blick auf die Teestauden, Kakaoplantagen oder den Tumerik-Kräutergärten – deinem täglichen Arbeitsfeld inmitten der Natur.

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